Michaelistag am 29. September

 © Luke Michael / Unsplash

Sie sind klein und pummelig oder schlank mit langem blonden Haar, sie hängen in Autos oder am Schlüsselbund: Engel haben Hochkonjunktur.

Der Michaelistag, der Gedenktag des Erzengels Michael und aller Engel, wird in der evangelischen Kirche selten begangen. Dennoch spielen auch hier die Himmelswesen eine wichtige Rolle. Aber niedlich sind die biblischen Engel keineswegs. Als machtvolle Boten, die dem Bösen widerstehen, als Gottes „Heerscharen“ treten sie auf: Michael, der mit dem Teufel kämpft, der Engel, der aus dem Gefängnis führt, und der Gottesgesandte, der unsichtbar, aber gewaltig, vom falschen Weg abbringt. Auch von Schutzengeln weiß die Bibel zu berichten. Eines jedoch wird ganz deutlich. Die Engel haben keine eigene Macht. Sie sind Diener, die durch ihren Auftrag zu Himmelsboten werden. (www.kirchenjahr-evangelisch.de)

Tag des Erzengels Michael- Schutzengel der Deutschen
Der „Deutsche Michel“ verdankt ihm seinen Namen

Am 29.September, beziehungsweise an dem diesem Tag vorangehenden Sonntag, begehen Christen den Tag des Erzengels Michael und aller Engel.

Der Name Michael stammt aus dem Hebräischen und lautet übersetzt „Wer ist wie Gott?“. In der christlichen Überlieferung gehört Michael zusammen mit Gabriel und Rafael zu den Erzengeln, einer besonders hervorgehobenen Gruppe unter den Engeln.

Bereits für den Beginn des 5. Jahrhunderts lässt sich nachweisen, dass dem Erzengel Michael in Italien viele Kirchen geweiht wurden. Eine Erscheinung Michaels auf dem Berg Gargano in Süditalien am 8. Mai 492 trug zur raschen Ausbreitung seiner Verehrung bei.

Als Boten Gottes wurden die Engel in der Volksfrömmigkeit nicht zuletzt auch mit dem Gedanken der Schutzfunktion für die Menschen, im Sinne des Schutzengels, in Verbindung gebracht.

So wurde der Erzengel Michael unter anderem als Schutzpatron der Kirche Roms und des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Nation verehrt. Von dieser Funktion des Erzengels Michaels als „Schutzengel“ der Deutschen leitet sich auch der „Deutsche Michel“ ab.

In der Kunst ist Michael der am häufigsten wiedergegebene und am stärksten Person gewordene Engel. Oft wird er in Ritterrüstung dargestellt, wie er den mit den Kennzeichen des Teufels versehenen Drachen niederkämpft.

Mit dem Michaelistag war früher in vielen Gegenden auch der Ernteschluss verbunden. So wurde bei den Ernteschmausfesten am Niederrhein die „Michaelisgans“ verzehrt. (aus: www.landeskirche-hannovers.de)

 

 

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